Kategorijos - Kategorien der Rubrik
Informacijos kelionėms [4]
Aktualiausios informacinės naujienos, liečiančios keliones
Reiseinfos [9]
Aktuellerste Infos zum Reisenthema
Gesundheitinfos [3]
Rund um Thema Gesundheit
Informacijos sveikatos tema [3]
Informacijos sveikatos tema
Sozial-Infos [12]
Soziale Themen
Informacijos socialine tema [10]
Kulturveranstaltungen - kultūriniai renginiai [29]
Meldungen - pranešimai apie renginius
Informacijos Vokietijos lietuviams [28]
Info sia tema
Zuwanderungsinfos [17]
Informacijos emigracijos tema [8]
URM informacijos [30]
Įvairios informacijos [42]
Įvairios informacijos, netinkancios prie kitu
Bildung [6]
Bildungsinfos
News des Auswärtigen Amt [6]
Kalender
17 val.-Uhr, Antradienis - Dienstag.
«  Vasaris - Februar 2013  »
IIIIIIIVVVIVII
    123
45678910
11121314151617
18192021222324
25262728
Gimtadienis-Geburtstag:
Statistik

Online: 1
Svečiai - Gäste: 1
Nariai - Benutzer: 0
Mūsų apklausa - Unsere Umfrage
Bewerten Sie meine Website - Įvertinkite tinklalapį
Antworten insgesamt: 137
Informacinės, kultūrinės naujienos *** Hauptseite: Informationen, Kulturnews » 2013 » Vasaris - Februar » 13 » Welche beruflichen Chancen haben Migranten in Deutschland?
8:24:34
Welche beruflichen Chancen haben Migranten in Deutschland?
Deutschland gehört zu den Staaten, in denen weltweit die meisten Migranten leben – derzeit rund 15,3 Millionen, von denen 52 Prozent die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen (Statistisches Bundesamt, 2006). Ungeachtet dieser großen Zahl besitzen Personen mit ausländischer Herkunft nach wie vor jedoch nicht die gleichen Chancen auf dem Arbeitsmarkt: Während nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit die Arbeitslosenquote von Deutschen 2006 bei knapp 11 Prozent lag, war sie bei Ausländern mit rund 24 Prozent mehr als doppelt so hoch. Zudem müssen Zuwanderer oftmals eine Tätigkeit im Niedriglohnsektor annehmen, obwohl sie über einen qualifizierten Schul- oder Berufsabschluss verfügen.
 
Bildungs- und Arbeitsmarktchancen

Nach einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) haben jungen Migranten im Alter von 26 bis 35 Jahren allgemein schlechtere Bildungs- und Arbeitsmarktchancen als gleichaltrige Deutsche. Die Möglichkeiten für eingebürgerte Migranten und Spätaussiedler, einen Schul- und Berufsausbildungsabschluss und dadurch Zugang zu einer qualifizierten Erwerbstätigkeit zu erhalten, sind dabei noch am größten und nur geringfügig schlechter. Besonders schwer haben es dagegen Migranten mit türkischer Herkunft und speziell türkische Staatsangehörige: Sie verfügen beispielsweise seltener über einen höheren Bildungsabschluss, bilden aber die größte Gruppe ohne schulischen Abschluss. Über die Hälfte der Migranten mit türkischer Staatsangehörigkeit findet zudem keine Ausbildungsstelle. Und ohne Berufsausbildung sinken die Chancen, eine qualifizierte Arbeitsstelle zu finden, im Vergleich zu jungen Erwachsenen aus Deutschland oder mit anderem Migrationshintergrund noch sehr viel drastischer.

Hinzu kommt nach Meinung der Organization for Economic Cooperation and Development (OECD) eine verdeckte Diskriminierung von Migranten auf dem Arbeitsmarkt, die dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) entgegensteht. Denn danach dürfen unter anderem ethnische Herkunft, Abstammung und Nationalität keine Kriterien sein, um eine Person bei einer Bewerbung zu benachteiligen. Trotzdem müssen sich aber Migranten 3- bis 4mal häufiger bewerben als deutsche Arbeitnehmer.

Anerkennung von Schul- und Berufsabschlüssen

Weswegen Migranten arbeitslos oder in unqualifizierten Tätigkeiten beschäftig sind, liegt aber auch an den rechtlichen Reglementierungen in bestimmten Berufen. Vor allem der Zugang zu Beamten- und Kammerberufen (z. B. Gesundheits-, Erziehungs-, Ingenieur- und Rechtsberufe) ist für Migranten dadurch erschwert, dass im Ausland erworbene Schul- und Berufsqualifikationen vor einer Ausbildung oder der Aufnahme einer Arbeit in Deutschland erst von Bund und Ländern bzw. der zuständigen Kammer anerkannt werden müssen. Dabei gelten die EU-Richtlinien für die Anerkennung von Berufsqualifikationen (bzw. für Spätaussiedler das Bundesvertriebenengesetz), was insbesondere bei Migranten aus Nicht-EU-Ländern wie derzeit noch der Türkei und ehemaligen jugoslawischen Staaten ein Problem ist.
 

Angebote zur Integrationsförderung

Um die Integration von Migranten in Deutschland zu verbessern, wurde beispielsweise das Angebot an Integrationskursen seit 2005 mit dem Inkrafttreten des Zuwanderungsgesetzes stark verbessert. Die Teilnahme an Integrationskursen, die vor allem der Vermittlung von Sprachkenntnissen und der deutschen Kultur dienen, kann sowohl freiwillig erfolgen als auch verpflichtend sein. Die Kosten übernimmt dabei zum Großteil das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF).
Zudem können Migranten bei der Arbeitsagentur unter bestimmten Voraussetzungen dieselbe staatliche Aus- und Weiterbildungsförderung in Anspruch nehmen wie deutsche Auszubildende und Arbeitnehmer:
• Berufsausbildungsbeihilfe erhalten können Heimatvertriebe, Spätaussiedler, Asylberechtigte, Flüchtlinge, Zuwanderer mit ständigem Wohnsitz in Deutschland, Angehörige der EU und der Schweiz sowie andere Ausländer, wenn sie selbst fünf Jahre oder ein Elternteil drei Jahre in Deutschland gelebt und gearbeitet haben.
• Mit dem Bildungsgutschein können alle Migranten bei ihrer Weiterbildung gefördert werden (z. B. auch beim Erwerb eines Berufsabschlusses), wenn sie in den letzten drei Jahren mindestens 12 Monate lang sozialversichungspflichtig angestellt waren.
• Meister-BAföG, d.h. einen Zuschuss und ein günstiges Darlehen zur Aufstiegsweiterbildung, können dagegen alle Migranten erhalten, die ständig in Deutschland leben und eine Niederlassungserlaubnis besitzen, deren Eltern bzw. Ehegatten Deutsche sind oder die mindestens drei Jahre lang in Deutschland gelebt und gearbeitet haben.
 
 
Maßnahmen zur Verbesserung der Integration

Trotz aller Unterstützungsmaßnahmen bleiben Migranten jedoch benachteiligt. Die Initiative PRO QUALIFIZIERUNG des Bildungswerks des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) fordert deshalb unter anderem
• die interkulturellen und sprachlichen Kompetenzen von Bildungs- und Personalberaten weiter zu fördern, um Migranten besser erreichen zu können (z. B. auch Einstellung von mehr Beratungspersonal mit Migrationshintergrund, mehrsprachiges Informationsmaterial),
• die Verfahren zur Bewertung von ausländischen Bildungsnachweisen zu verbessern (z. B. europaweite Datenbanken über Ausbildungsinhalte, besseres Angebot von Nachqualifizierungsmaßnahmen speziell für Migranten),
• und Unternehmen von der Bedeutung von im Ausland informell erworbener Kompetenzen zu überzeugen, um Vorurteile abzubauen und der verdeckten Diskriminierung entgegenzuwirken.
 
Kategorie: Zuwanderungsinfos | Aufrufe: 476 | Hinzugefügt von: Lietuvaite | Bewertung: 0.0/0
Kommentare insgesamt: 0
Nur registrierte Benutzer können Kommentare hinzufügen.
[ Registrierung | Login ]
Draugai - Freunde